Aus meinem Alltag – Experimente im BodyLightPainting

Was lange währt, wird gut, heißt es ja so schön … Und es muss demnach extrem gut sein, wenn man nach 10 Jahren endlich wieder in den Genuss einer anderen Spielart kommt …

Vor 3 Jahren wurde der Gedanke wieder lauter, doch endlich wieder mit Licht zu experimentieren. Die Technik war weiter und mein Wissen und meine Vorstellungskraft hatten auch Zeit zu reifen.

Doch auch wenn der Wille da ist, so sind es oft die äußeren Umstände, die einen zum Ausbremsen zwingen.

Dots

Es brauchte einen passenden Raum, die nötige Technik und natürlich die entsprechende Kreativität. Letzteres war nie das Problem. Einen Raum hatte ich auch bald zur Verfügung, doch es mangelte noch an der passenden Technik.

Selbst als die Technik dann endlich zur Verfügung stand und alles zum Greifen nah schien, gab es noch immer den Einfluss von Menschen, die verhinderten, dass diese intensiven Ideen in meinem Kopf endlich raus konnten.

Nach einem langen Tief befinde ich mich gerade in der Phase des Aufbegehrens, ein letzter Versuch, nicht das aufgeben zu müssen, was mir jahrelang ein wichtiger Begleiter war…

Also brauchte es einen eigenen Beamer. Den bekam ich dann tatsächlich von meinem Mann geschenkt. Doch musste dieser trotzdem noch vier Monate im Schrank verweilen, bis ich bereit für dieses Experiment war.

Fireworks

Ich wusste, wo ich inhaltlich hin wollte, aber ein Model wollte ich aufgrund der Möglichkeit, dass der Beamer zu lichtschwach sein könnte, nicht dazu holen.

So stand ich dann also im Studio, baute das Setting bestmöglich zusammen und kämpfte mich durch einige technische Details wie Raumlicht und Stromverteilung. Immerhin konnte ich ohne Laptop experimentieren und die Bilder direkt am Beamer einspeisen.

Schon kurz nach den ersten Auslösungen aber kamen die ersten Hindernisse, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Die Schwierigkeit, das Beamerlicht modelfüllend zu gestalten, war das eine, der Kamera meinen Standpunkt zum Scharfstellen mitzuteilen das andere Problem. Doch ein drittes gesellte sich noch dazu: Die Schärfeebene der Projektion! Ich erinnerte mich, dass dies bei den letzten Projektionsarbeiten schon ein Thema war, aber jetzt beim SELFen durchaus an Problematik gewann. Denn allein konnte ich immer nur grob am Rädchen drehen, hoffen, dass es die richtige Richtung war, zurück gehen und versuchen in etwa die selbe Position zu erreichen. So dauerte das Einstellen etwas länger, aber die Geduld sollte sich hoffentlich auszahlen.

Zu anfangs experimentierte ich mit meinem “Tiger” und später mit einem Foto, auf dem eins meiner Modelle abgebildet war.

Eisblumen

Am Ende wählte ich eine handvoll Texturen aus, startete eine Diashow und drückte den Auslöser, während ich mich drehte und posierte. Ich hatte keine Ahnung, was genau auf mich projeziert wurde und ob es scharf genug war.

Doch die Feinmotorik der verschiedenen Schärfepunkte nahm mir irgendwann die Konzentration, so dass ich kurzerhand auf Strukturen auswisch. Doch auch diese mussten einigermaßen scharf abgebildet sein, damit das Gesamtbild nicht unscharf erschien.

Später in der Pixelstube erfreute ich mich beim ersten Durchsehen an den Bildern und machte mich direkt an die ersten Bearbeitungsversuche. Schnell stellte sich heraus, wie wichtig die richtige Schärfeebene der Projektion ist, aber auch, wie wichtig der richtige Fokus auf das Model selbst war.

Bei schwachem Dauerlicht, hoher ISO und beim SELFen generell rechne ich von grundauf weniger mit knackescharfen Fotos, doch bei unscharfen Projektionen wird all dies noch verstärkt. Am Ende brauchte es einige kreative Bearbeitungsansätze, um die Fotos zeigbar zu machen.

Definitiv war dies nicht der letzte Selbstversuch, denn einige Inhalte möchte ich noch austesten, wenn mir dabei kein Model zuvor kommt … 🙃